Skip to content
9. Dezember 2011 / stefaniewilhelm

Lumen Mobile 2 » Lumen Mobile 2

Raumschemen
Ein völlig verdunkelter Raum. An der Schwelle vom Lichten zum Dunklen verändert sich der dreidimensionale, optisch und wahrnehmungspsychologisch klar abgesteckte Raum in ein Hybrid aus vermuteter Kontinuität der belichteten Raumerfahrung und dem schwanken- den zurücktauchen in den eigenen, inneren Raum.
Erstaunlich: dort ist auch dunkel.
Der äussere Raum bewahrt seine Kontinuität wenigs- tens akustisch. Im inneren Raum ist nur dunkle Leere.
Der Blick brennt vergeblich Löcher durch die Linse der Erwartung ins Dunkel. Es geschieht aber nichts. Ausser dunkel und selbst.
Zunächst ununterscheidbar von Nachbildern, dann allmählich und ganz zaghaft beginnen sich die Schemen
einer Lichtspur ins Dunkel einzublenden.
Die Andeutung einer fluoreszierenden Lichtfigur erscheint, erweitert sich kaum wahrnehmbar von einem
Rahmen zur dreidimensional geordneten Wahrnehmung der Andeutung eines Raums.
Alles dies schwebt vor dem äusseren und inneren Auge in schweigender, zarter und langsamer Beharrlichkeit
– ehe es wieder ins Dunkel hinein vergeht. Ein abstrakter Zirkus der Netzhaut.
Axel Fussi

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s